Presse

BALKANOVA

neue Konzertrezension: 26.10.2013 FREIES WORT ILMENAU

Mit „BalkaNova” kam der Herbst

“ … Das bulgarisch-deutsche Trio BalkaNova eröffnete mit seinem Konzert in der Stadtbibliothek den JazzHerbst Ilmenau 2013. Jazz hat seine eigenen Fans und seine eigenen Färbungen: BalkaNova mixten Jazz mit bulgarischen und südslawischen Einflüssen. Das machte einerseits einen zusätzlichen Reiz aus, andererseits brachte diese Verbindung auch eine gewisse Fremdheit mit sich.

Diese Fremdheit überwanden Sängerin Viktoria Lasaroff, Kontrabassist Horst Nonnenmacher und Andreas Brunn an der Gitarre schnell. Ihre Musik, die doch eigentlich von weit her kommen sollte, hatte viele vertraute Elemente in sich. Viktoria Lasaroff nutzte die geringe Distanz zwischen Band und Zuhörern in der Bibliothek, um mit dem Publikum in den Dialog zu treten. Das war sehr sympathisch, gehört doch bulgarische Volksmusik nicht gerade zum Hauptstrom musikalischer Darbietungen in Funk, Fernsehen und Konzerten.

Um so erfreulicher war der erfrischende Auftritt, dessen musikalische Überraschungen u.a. im Zusammenwirken der siebensaitigen Gitarre von Andreas Brunn und dem Kontrabass von Horst Nonnenmacher. Es ist ein Hörgenuss, sich den Wellen der Melancholie hinzugeben und den Träumen nachzuhängen. Sogar eine Lektion in Sachen Griechenland gab das Trio BalkaNova: Die Aufforderung zum Tanz klang nach Sirtaki. … “dol

 

CD – Rezension: JAZZPODIUM Ausgabe 7/8 – 2013
BalkaNova – Heart Beats – Bos Rec 228-12

Featuring Stoyan Yankoulov

“ … Bulgarien bestimmt den Kulturkreis, der es dem sympathischen 7string-Akustiker und Musikaktivisten Andreas Brunn bei seinem sanften Feldzug gegen Länder- und Kulturgrenzen am meisten angetan hat. Bereits 2010 legten Brunn und der herausragende Saxophonist Vladimir Karparov, der jenen wichtigen Anteil an Regionalität mitbringt, ihre “East Side Story” vor, und die war natürlich viel mehr als just dies, weil die andere, die stumme Hälfte immer mitschwang in den – da noch wortlosen – Botschaften.

Jetzt gibt es die Wörter – Stimme – die der erstaunlichen Sopranistin Viktoria Lasaroff (auch an Akkordeon und Perkussion), die nun in BalkaNova ihren festen Part übernommen hat. Horst Nonnenmacher steht am Bass, und in sechs der zehn Debüt-Stücke wird BalkaNova um den Drummer/ Perkussionisten Stoyan Yankoulov sehr wirkungs­voll verstärkt.

 Das Resultat verblüfft und wirkt nach: Das Resultat verblüfft und wirkt nach: Zwar besteht die CD aus bulgarischen Volksliedern, doch Übersetzungen oder knappe Erläuterungen zu den Songs um den vielfarbigen Stoff, aus dem alle Folkloren sind, fehlen bis auf zwei Aus­nahmen im Booklet. Warum? Musik braucht keine Nationalsprachen. Wo es um Gefühle geht, ist sie selbst die wirk­samste Sprache.

Der Effekt ist erstaun­lich: Auch Genre-Grenzen purzeln, und wo man anfangs (vor allem aufgrund des Brunnschen Gitarrespiels zwischen jazzigen Linien und der unerschöpfli­chen Beherrschung oft rätselhaft anmu­tender Rhythmen und Metren) noch geneigt war, so was wie Folk- oder Bal­kan-Jazz herauszuhören, wird von Lied zu Lied deutlicher, wie sich aus den Gattungen eine namenlose neue schält. „He, treuer Freund, sing ein Lied, vergiss mich nicht” schließt eines der Lie­der. Keine Sorge: BalkaNova ist nichts, das man leicht vergessen könnte. …” © Alexander Schmitz

 

CD-Rezension: FOLKWORLD

BalkaNova “Heart Beats” – Bosrecords, 2012

Mit Balkansound bringt man in mitteleuropäischen Großstädten häufig Blechbläser und wilden Folkpogo in Verbindung, bestenfalls noch Gipsyswing und Klezmerverwandtes. Dass Musik vom Balkan immer mal wieder für eine Überraschung gut sein kann, ist dabei ein inzwischen gut verbreiteter Geheimtipp.

Was die Band Balka Nova mit ihrer CD “Heart Beats” produziert hat, ist allerdings selbst für den reichlich dicht gefüllten Markt der Balkanmusik ungewöhnlich. Balka Nova spielen Jazz und zwar auf eine sehr feinfühlige Art und Weise. Der Pool, aus dem die vier Musiker um die bulgarische Sängerin Viktoria Lasaroff schöpfen, besteht vor allem aus Volksliedern aus Bulgarien. Damit kennt sich die Sängerin hervorragend aus.

Gitarrist Andreas Brunn und Bassist Horst Nonnenmacher kleiden diese Volkslieder jedoch in ein jazziges Gewand, das durch den bulgarischen Perkussionisten Stoyan Yankoulov wiederum einen weltmusikalischen Anstrich bekommt. Folkloristisch orientierter Kammerjazz vom Feinsten. © Karsten Rube

 

CD-Rezension: FOLKER – Weltmusik Magazin 2013-1

BALKANOVA Heart Beats (Bosrecords 228-12/JARO Medien)

Gitarrenbetonter Balkan-Folkjazz. Traditionelle Volkslieder und -tänze aus der turbulenten Geschichte des Balkans werden von Viktoria Lasaroff, Andreas Brunn und Horst Nonnenmacher modern arrangiert für Stimme, Gitarre und Kontrabass präsentiert.

Mit dabei der bulgarische Schlagzeug- & Percussionstar Stoyan Yankoulov … souverän gespielt, fetenfest und festivaltauglich.

 

Konzert-Rezension: Oberhessische Zeitung, 22.04.2013

Balkan-Melodik und Jazz entführten in eine andere Welt

BalkaNova präsentierte eine vielfarbige Mischung aus bulgarischer Folklore und Jazz – Begeisterte Reaktionen …

„ … Die Basis der Musik von BalkaNova sind bulgarische Volkslieder. Alle Lieder wurden von der Band komplett neu arrangiert und dabei mit verschiedensten Rhythmen und vielfarbigen Jazzharmonien versehen.
Viktoria Lasaroff ist eine einfühlsame Sängerin, bei der die Melodie im Vordergrund steht. Die überlädt sie niemals mit herausstechenden Effekten, sondern lässt sie für sich sprechen. Andreas Brunn ist ein virtuoser Gitarrist. Auch als Begleiter ist Brunn höchst feinfühlig und sorgt für verschiedenste Farben und Rhythmen. Horst Nonnenmacher am Bass spielte meist er Pizzicato (gezupft), aber insbesondere in düsteren Passagen erzielte er auch mit dem Bogen große Wirkungen.
Den unwiderstehlichen, oft hoch emotionalen Originalmelodien gewannen die Musiker dadurch viele Seiten ab und ließen ihr Publikum in eine andere Welt eintauchen. Andreas Brunn und Horst Nonnenmacher legen auch im Duo eine sagenhafte Interaktion an den Tag, wie sie an einer Komposition Brunns zeigten. …“ © Martin G. Günkel 

 

Nouvelle Cuisine des Folk – Die Haare schwarz wie Steinkohle, die Stimme tief wie das zugehörige Bergwerk: Viktoria Lasaroff sorgte mit ihrem Trio für verfeinerte und anspruchsvolle Musikvariationen: Eine „Nouvelle Cuisine“ des Folk, die bei der Südbayern-Premiere im Dießener „Keller“ aus Zuhörern wirkliche Fans machte. Das Gespann aus Gitarre (Andreas Brunn) und Kontrabass (Horst Nonnemacher) startete zu einer langsamen und entspannten, dabei aber ungemein prononcierten Melodie. Auch in den weiteren Liedern konnte man immer wieder vermeinen, es sei noch ein Schlagzeug im Raum, so exakte Wechsel der Rhythmik vollzogen die drei traumwandlerisch aufeinander eingespielten Musiker.

Mit der fesselnden Intonation einer orientalischen Geschichtenerzählerin fasste Viktoria Lasaroff ihre Texte auf Deutsch zusammen. Weich und vokalreich entfaltete sich daraufhin auch der Gesang. Dann, in einem überall im Balkan verbreiteten Zigeunerlied, trat sie auf einmal vom Mikrofon weg und wiederholte die Strophe mit der Kraft und Emotion einer trauerdurchströmten Operndiva: Eine gelungene Überraschung. Gleich schien die Rückkehr zum leisen, tief raunenden Gesang gar alles Zeitgefühl aufzuheben. Auch die Gitarre von Andreas Brunn ließ bisweilen die Gefilde des Folk hinter sich und streunte in jazzige Variationen hinüber, die jedoch so feinfühlig eingeflochten wurden, dass der Zusammenhalt dieser Weltmusik stets gewahrt blieb. (Augsburger Allgemeine, 08.02.2010, Andreas Frey)

 

Wild bewegte Momente – Der Clou an „BalkaNova“ ist, dasss sie zwar die alten Volkslieder präsentieren, sie aber quasi stilistisch internationalisieren. Sie machen aus den alten Volksweisen eine richtig gute Weltmusik auf zwei Ebenen. Zum einen sorgen Andreas Brunn mit der Akustikgitarre und Horst Nonnenmacher mit dem Kontrabass dafür, dass ein jazziger Sound den Hintergrund für den Gesang bildet. Zum anderen ist der Gesang von Viktoria Lasaroff souverän, vielfältig und ganz international. So sorgt die Gruppe dafür, dasss die Balkanmusik mit Folklore und den üblichen Klischees nichts zu tun hat. Andreas Brunn, in ungeheuer rhytmischen Melodien vertieft, spielt präzise und immer mit dem maximalen Gefühl. Horst Nonnenmacher spielte zum ersten Mal in dem Trio und interpretierte den Kontrabasspart vor allem jazzig, was den typischen Weltmusiksound verstärkte. Die Idee des Verschnitts der Musikstile verschiedener Kontinente funktioniert ohne Abstriche. Das gibt der Musik das Originelle und den besonderen Drive Das macht das Trio zu etwas Einzigartigem in der Szene. Im Zentrum der Gruppe steht aber ganz klar Viktoria Lasaroff. Die Bulgarin hat diese Musik von Kindesbeinen an gelebt hat und besitzt eine Stimme, die so viele Lagen kennt, dass die Volkslieder zu Kunst erhoben werden. Schön ist auch, dass sie die Texte der Lieder in deutsch nacherzählt. Sie erzählte deshalb die alten Geschichten von Liebe, Herzschmerz und Verrat.Insgesamt ein runder Abend also. (Die Rheinpfalz, 03.03.09 Jürgen Nordmann)

 

Lebenslust in Musik – BalkaNova rockt die „Brücke“ in Hörste

Am Schluss klatschten alle Beifall. Viktoria Lasaroff freute sich sichtlich über ein „so aufmerksames Publikum“. Die Zuhörer auf der „Brücke“, hatten die musikalische Wanderung von Balka Nova zwischen Folk, Jazz und Klassik soeben in vollen Zügen genossen. Gemeinsam mit dem versierten Gitarristen Andreas Brunn wandelte die akademisch ausgebildete Sängerin zwischen den Musikwelten und mixte diese auch sehr kreativ.

Um zu swingen und mit seiner Gitarre auch den vollen Groove bringen zu können, hatte Brunn sich noch eine weitere Saite unter die tiefe E-Saite gezogen, um seine differenzierten Chordvoicings zwischen Jazz und klassischer Moderne mit einer satten Basslinie voranzutreiben. Darüber entfaltete Viktoria Lasaroff die Register ihres timbrereichen Mezzosoprans ebenso variationsreich wie stimmig, um von dem Thema zu singen, das die Herzen der Menschen in allen Völkern am meisten bewegt: die Liebe. Und zwar die Liebe als Freudenfest spürbarer Lebendigkeit. (Lippische Landeszeitung 04.04.08 – Andreas Schwabe)

 

Südosteuropäische Impressionen: Viktoria Lasaroff dominierte mit ihrer kräftigen, dunklen Stimme, wie auch durch die Intensität ihres Gesangs das Bühnengeschehen. Sie war weniger die herbe Zigeunerin, sie wirkte eher wie die kraftvolle weibliche Verkörperung des ursprünglich-ländlichen Bulgariens. Die Herren an ihrer Seite kämpften sich dabei souverän durch die Polyrhythmik des Repertoires und setzten virtuose, jazzige Glanzlichter … Fazit: ein rundes Programm von einem Ensemble, auf dessen weitere Entwicklung man gespannt sein darf.“
(Thüringer Landeszeitung, 17.10.07 Fred Böhme)